1942 Brief/Postkarte 40

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Max u. Clara Müller, Themar, an Meinhold Müller, Göteborg/Schweden, den 03. Mai 1942

Lieber Meinhold!
Da wir nichts von Belang zu schreiben haben, folgt Strick-und Wirkwaren diesmal ein kleiner Bogen. Du beklagtest Dich kürzlich, daß Du wenig Post von uns bekommst. Das klärt sich dadurch auf, daß wir die beifolgende Karte an Dich zurück erhielten. Die Karte kam dort Nürnberg-W, den an, während Deines Krankenhaus-Aufenthalts u. die Leute auf dem Gunnared haben sie nicht angenommen, anstatt sie Dir in das Krankenhaus nachzusenden. Hoffentlich bist Du von Deinem Leiden vollständig geheilt. Auf der Karte forderte ich Dich wie Du ersiehst, auf, uns doch die Wahrheit über Deine Krankheit anzugeben u. ich ersuche Dich noch einmal, uns die Wahrheit über Deine Krankheit zu schildern, denn Rheuma hat doch keinen 10 wöchigen Krankenhaus-Aufenthalt nötig. Sonst geht es uns gut, was wir auch von Dir hoffen. Bei uns herrscht immer noch sehr rauhes Wetter. Freitag abend bin ich von meiner Arbeitsstätte zurückgekommen u. morgen, Montag früh, fahre ich wieder mit [Arthur] Neuhaus u. Julius Rosenberg hin. Sonst weiß ich nichts mehr von Belang, die liebe Mama wird schon noch etwas zu schreiben wissen. Viele Grüße Dein Papa.

Lieber Meinhold!
Wir nehmen an, daß Du inzwischen verschiedenen Male von uns Post bekommen hast. 2 Karten kamen zurück. Es mag dran liegen, daß Du in letzter Zeit mehrmals die Adresse gewechselt hast. Meier Meyberg hat sich erboten Dir zu schreiben, wenn wir nicht mehr schreiben können. Hier ist es immer noch unfreundlich u. rauh. Von Käthe Kahn hatten wir heute noch Post. Daß Marianne u. Max gestorben sind, hatte ich Dir geschrieben. Lasse bald wieder von Dir hören. Die Feiertage wirst Du wohl wieder in Göteborg verbringen. Halte später immer die Verbindung zwischen Dir u. Herbert u. Willi aufrecht. Ich bitte Dich darum und wenn es Euch möglich wäre in einer Gegend zusammen zu leben, das wäre zu schön. Nun lasse bald wieder von Dir hören.
Herzl. Grüße D. Dichl. Mama.

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