Mai 2013 — Filmpremiere in Themar

„Meine Mutter hat immer von einer kleinen verschlafenen Stadt gesprochen. Die Familie meines Grossvaters lebte in dieser Stadtund hier hatte er Erfolg. Dann wurde es Realität: alles wurde weggenommen und sie verloren alles.” — Karen Sachs Knauf, Tochter von Hilde Sachs, geb. 1910 in Themar und Enkelin von Moritz Sachs  Wie in allen anderen deutschen Städten…

Gedenktag: den 20. September 1942

Zwischen Juni 1942 und Februar 1945 wurden 60 Juden mit Verbindung zu Themars jüdische Familien ins Ghetto Theresienstadt transportiert. Die ersten waren Georg u. Rudolf Gassenheimer, beide geboren in Themar, mit ihren Frauen, die Schwester Selma u. Thekla Schwab. Die letzte war Doris Lorenzen, geb. Frankenberg in Themar. Am 20. September 1942 wurden sieben Juden aus…

Wie wurde eine Kiste mit Briefen zu einer Website?

Vor fünf Jahren wurde ich vom Vancouver Holocaust Bildungszentrum gebeten eine Reihe von Briefen auf Deutsch zu lesen und sie auf Englisch zusammenzufassen. Diese Briefe wurden von Andrew Rosengarten, dem Sohn von Manfred Rosengarten, dem Verfasser der Briefe, an das Vancouver Holocaust Bildungszentrum Archiv übergeben. Das Besondere an der Briefsammlung war, dass es sich dabei um…

Wie wir Julius Kahn gefunden haben

Siehe auch Julius Kahn 1896-1965. Am 6. September 2010 waren es 70 Jahre her, seit die HMT Dunera den Hafen von Sydney in Australien angelaufen hatte. Das Schiff hatte damals etwa 2 000 jüdische Flüchtlinge an Bord, die vor dem Naziregime in Deutschland und Österreich geflüchtet waren. Es waren außerdem auch etwa 500 deutsche und italienische…

wie wir die Geschichte lernen. . Dankward Sidow über seine Arbeit

Zwischen Dezember 1938 und Mai 1942 schrieben Clara und Max Müller regelmäßig an ihre beiden schon ausgewanderten Söhne, an Meinhold in Schweden und Willi in Palästina. Nur der ältester der drei Söhne, Herbert, war anfangs noch bei seinen Eltern in Themar, ehe er im Juli 1941 mit seiner Flora der Verfolgung entkommen konnte. Ihnen gelang die Ausreise…

Meine Cousine Aaltje

  von Fred Amram  Ich bin ein Einzelkind. Während des Holocaust war es bei den jungen jüdischen Menschen in Deutschland üblich, nicht mehr als ein Kind zu haben. Meistens hatte man sogar überhaupt keine Kinder. „Warum sollte man auch mehr jüdische Kinder in diese Welt bringen?“ fragte Mutti oft. Und tatsächlich: wozu? Papa hatte eine…